Donnerstag, 26. Januar 2012

Kann mal bitte jemand

dem Seifenkobold ein neues Zuhause geben?

Als ich bei Martina zum Probeschnuppern gewesen bin, habe ich von ihr das PÖ Balsam Amber von Gracefruit geschenkt bekommen. Dieser Duft erinnerte mich so an meine Patentante Walli. Ich wusste, dass er verfärbt und aufheizt. Also dachte ich, ich mache eine Seife die gerne braun werden kann und marmoriere mit ein wenig Buchenholzkohle in schwarz. Ähnlich wie bei meiner "Fixe Idee!" Stellte ich mir sooo toll vor. Meiner Tante geht es gesundheitlich zur Zeit nicht so gut und vielleicht kann ich sie mit einer Seife, die nach ihr benannt wurde, aufmuntern.

Das Rezept bestand aus:
250 gr. Kokosöl
250 gr. Schweineschmalz
300 gr. Mandelöl
300 gr. Reiskeimöl
100 gr. Palmöl

Nachdem der Seifenrechner aus dem alten NSF nicht mehr funktioniert, musste ich mir einen neuen Seifenrechner suchen. Gott sei Dank gibt es da so einige zur Auswahl. Aber ich bin halt ein Gewohnheitstier und so war ich skeptisch und habe mit zwei verschiedenen Seifenrechnern nachgerechnet. Daten war nahezu identisch, also sollte es doch klappen. Den Wasseranteil hatte ich wegen des PÖs schon um 10 % erhöht. Und extra kalt gearbeitet. Und als ich das PÖ dazu gab und den Püri ansetze, da hatte ich so etwas von Griesbrei, dass hatte ich noch nicht gesehen! Panik brach aus. Leider gelang es mir nicht mehr, den Leim in einen einigermaßen flüssigen Zustand zu bekommen. So habe ich ihn in die Blockform gespachtelt. Ach so, den Teil mit Buchenholzkohle natürlich auch dazu. Und daher ist die Farbe... nun ja, seht selbst: 
Na, das wird ja wohl etwas für den "Ugly Soap Contest", oder? Ich lasse sie jetzt erst einmal fest werden. Nach dem ausformen kann ich sie ja immer noch in die Tonne werfen. Und dabei duftet dieser Haufen soooo lecker!

Tante Edith sagt: Gestern, also nach 1 3/4 Jahren, habe ich das vorletzte Stück angewaschen. Und sie schäumt so toll! Ist ganz mild und duftet immernoch herrlich. Also: Dieses Rezept muss unbedingt nachgesiedet werden.

Kommentare:

  1. Klausi mag ich bei mir wirklich nicht haben..wir kennen uns schon ganz gut ;-) Hab ich das richtig verstanden, erst PÖ rein und dann mit Püri?? Ich rühr meinen Leim immer est so wie ich ihn haben mag und geb das PÖ erst zum Schluss rein, dann nur noch mit Rührlöffel unterrühren. Vielleicht war das das Problem?

    LG Luna

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  2. Nein, schon erst Püri, dann PÖ rein, Leim geteilt (wegen der Buchenholzkohle), dann kurz Püri und Griesbrei! Auch der Seifenleim mit der Buchenholzkohle dickte wahnsinnig schnell an, da war ich weder mit Püri noch mit Löffel am rühren gewesen. Ich denke, dass es tatsächlich am PÖ lag.

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  3. ach Dagmar, nächstes mal sperrst Klausi in den Keller vorm seifeln!
    Da hättest gleich OHP machen sollen, auch die kann Frau schön marmorieren!

    Dafüpr sieht Zuckersüß sehr vielversprechend aus.

    liebe Grüße
    Dörte

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  4. Wer weiß was beim Anschnitt zum Vorschein kommt? Die werden oft die genialsten Seifen. Mit einem Stempel habe ich nahezu jede Seife "gerettet". :)

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  5. @Dörte
    aber ich habe doch noch NIE eine OHP gemacht... Zuckersüß heißt so, wie sie duftet

    @Clautia Mold
    Ja, Stempel und Mica wird vermutlich der letzte Rettungsversuch sein

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  6. auf dem Foto siehts aus wie Lavagestein. Vielleicht wird sie doch noch ganz interessant.

    LG
    Kröllebölle

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