Montag, 16. März 2015

Das letzte Wochenende

stand ganz im Zeichen der Nähmaschine...

Cristina hatte die Idee, dass man ja nicht nur gemeinsame Seifel- und Basteltage verbringen, sondern auch mal gemeinsam die Nähmaschine rattern lassen kann.

Von Kröllebölle hatte ich den Tipp bekommen, dass man in Lübeck bei Stoff und Stil ganz gut einkaufen kann. Und da uns noch die eine oder andere Kleinigkeit fehlte, haben wir uns auf den Weg dorthin gemacht. Ich dachte, mich trifft der Schlag, als wir dort (nach zwei waghalsigen Wendemanövern) ankamen: Automassen!
Nachdem wir uns kurz orientiert hatten, sind wir schnurstracks zu unserem Objekt der Begierde gegangen.

der Volumenvlies lagert hier in etwas größeren Rollen als gewohnt

Reißverschluss-Paradies
Dort haben wir uns schnell mit den benötigten Kleinigkeiten eingedeckt. Auch für das nächste Nähprojekt habe ich schon eingekauft.
mal eine ganz andere Farbe
Auf dem Rückweg habe ich dann das erste Mal in meinem recht jungen Leben eine Mautstelle passiert. Nachdem wir vor lauter klönen die richtige Abfahrt verpasst hatten, erwartete uns ein Schild, dass wir eine Mautpflichtige Straße passieren würden. Also sind wir an ein Kassenhäuschen gefahren und haben gesagt, dass wir eigentlich nur drehen wollten, weil wir uns verfahren haben. Worauf der nette Herr im Häuschen meinte, dass wir nach 500 m abfahren und drehen könnten. 1,50 EUR wollte er natürlich trotzdem haben und dafür gab es noch nicht einmal eine Quittung für das Erlebnisalbum! Es ging also bergab durch einen modernen Tunnel hindurch. Dann konnten wir die nächste Straße rausfahren und schwupps waren wir wieder auf der Straße, diesmal in die andere Richtung. Und siehe da: Auch jetzt mussten 1,50 EUR berappt werden. Wieder die kurze Strecke durch den Tunnel und ab ging es Richtung Heimat. Maut! Und dann in Lübeck. Wie ich gelernt habe, war das der Herrentunnel.
Bei Cristina angekommen gab es erst einmal eine Stärkung: Bei Niederegger hatte Cristina lecker Kuchen gekauft. Dazu eine Tasse Tee, dann konnte es losgehen!

als erstes das Problem von Cristina: Welchen Stoff nehme ich als Futterstoff? 
zuschneiden

überflüssiges wird vorerst auf dem Fußboden geparkt 
die richtige Garnfarbe will gewählt werden
bügeln ist beim nähem die halbe Miete
Dann konnte es endlich losgehen!

Nachdem ich mich eigentlich gegen einen Paspel - so stand es in der Anleitung - entschieden habe, hatte Cristina mich doch dazu überredet. Also eigentlich wollte sie, dass ich die Paspel selbst fertige. Aber nee. Bei einem Preis von 1,60 EUR für drei Meter setze ich mich nicht hin und mache so eine fummelige Arbeit. Also hatte ich ein Paspelband käuflich erworben. Was soll ich sagen? Dieses Paspelband hat die Sache wirklich ungemein aufgewertet! Und ich bin froh, dass Cristina mich dazu überredet hat. Ich hoffe nur, dass jetzt nicht das Paspelfieber ausbricht und ich überall Paspeln einsetzen möchte...
Übrigens muss ich Euch nicht sagen, dass Cristina keine Paspel verwendet hat. Sie wollte eine schlicht schwarze Tasche, da passt kein Paspelband dazu. Und schwarz zu schwarz... Nun ja, das hätte man wohl kaum gesehen. Aber bei mir finde ich das wirklich schick.

Dann wurde noch der Reißverschluss für die Innentasche gesetzt- 

Und schon war es 20 Uhr! Die Zeit rennt.

Am nächsten Tag haben wir uns um 10 Uhr getroffen. Kleine Snaks und Getränke standen schon bereit, dann ging es weiter:
Leder kann nicht mit Stecknadeln fixiert werden, da kamen die Bastel-Maulklemmen gerade recht
Reißverschlussbeleg, selbstgefertige D-Ring-Aufhängung, Paspel. Nun ja, ich will nicht sagen, es lief wie geschmiert. Aber doch besser als erwartet. Mein Vorteil war, dass Cristina viel schneller war als ich und somit schon einmal mit den Unwegsamkeiten der Anleitung gekämpft hat. Von ihrem Wissen konnte ich nur profitieren. Denn es gab doch einige knifflige Stellen, die ich als Anfänger nicht verstanden habe. Doch nach und nach nahmen die Taschen Form an.
der letzte Handgriff von Cristina an ihrer Tasche

fertig!


Schick, oder?
Herrlich war auch, dass der französische Radiosender über das Internet ab Mittag nur noch Weihnachtslieder gespielt hat. Irgendwie liefen die dort in einer Endlos-Schleife und stündlich hatte uns 'Last Christmas' von Wham! wieder... Eigentlich ganz schön, wenn Schnee gelegen und Weihnachten vor der Tür gestanden hätte. Aber mitten im März? Komische Leute die Franzosen. Dabei lief am Tag vorher so schöne Musik.    

Nach 9 Stunden an der Nähmaschine ließ meine Konzentration nach und ich war nicht mehr in der Lage, vier gerade Nähte für den selbstgefertigten Lederriemen zu nähen. Also: Abbruch.  Daher habe ich den Taschenriemen heute fertig genäht. Und was soll ich Euch sagen?  TADAA! Auch meine Tasche ist jetzt fertig,.
Ich bin wirklich stolz auf diese Tasche. Auch wenn sie schon arg groß ist. Und noch der Taschenriemen neu gemacht werden muss. Aber morgen kommt sie zum angeben erst einmal mit in die Firma.

Vielen Dank an Cristina für ihre Geduld mit mir. Das können wir gerne wieder machen. Und ein neue Projekt haben wir uns ja auch schon ausgeguckt.

18/365 - brainless Handmade

Das war der Titel von Lehmi's Posting auf Ihrem Blog.

Mir gefiel die Tasche sehr und Lehmi hat sie mir zum Tausch angeboten. Da habe ich mich dolle gefreut!

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie toll die Tasche ist.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ira!